Maps & Co. - Straßenkarten auf der Webseite einbinden

von Isolde Nagel

Damit Ihre Kunden den Standort Ihres Unternehmens leicht finden, können Straßenkarten auf Ihrer Internetseite eingebunden werden.

Welche Anbieter hier in Frage kommen und welche Voraussetzungen für die Nutzung der Online-Kartendienste erfüllt werden müssen, wollen wir Ihnen heute vorstellen.

Karten von Google Maps

GoogleMaps ist ein Online-Kartendienst, der seit 2005 Kartenmaterial kostenfrei zu Verfügung stellt. Die Einbindung ist über entsprechende Code-Zeilen einfach und schnell zu realisieren. Zur Integration auf Ihrer Webseite ist allerdings ein API-Schlüssel nötig, der dazu berechtigt, Anfragen an den Google-Maps-Server zu stellen.

Seit 2018 erfordert der API-Aufruf ein Zahlungsprofil – auch wenn man nur das kostenlose Kontingent nutzt. Ohne Zahlungsprofil kann man keine Google Maps Karte mehr auf der Webseite einbinden. (Jeder API-Aufruf ist kostenpflichtig, jedoch gewährt Google pro Monat ein 200 Dollar-Guthaben pro Nutzer für jeden Monat. Grundfunktionen wie das Einbetten von Karten bleiben kostenlos, unabhängig davon, wie oft man sie nutzt)

Mit der Datenschutzverordnung (DSGVO) wurde die Verwendung von Google Maps Karten kritisch beleuchtet, da Google bei jedem Besuch einer Webseite mit Kartenansichten Informationen über den jeweiligen Nutzer sammelt. Ein Hinweis in der Datenschutzerklärung ist unbedingt erforderlich.

Die Einbindung erfordert zwei wesentliche Punkte:

1) Die Anforderung eines individuellen API-Schlüssel über ein Google-Konto mit den Zahlungsdaten (Kreditkarte) des Unternehmens
2) Einen Hinweis auf die Verwendung von Google Maps auf der Unterseite zum Datenschutz

https://google.de/maps

Karten von OpenStreetMap (OSM)

Neben GoogleMaps gibt es auch andere Online-Kartendienste, die Karten für Webseiten bereitstellen. Hier ist vor allem OpenStreetMap ein internationales Projekt zu nennen, deren Karten-Nutzung völlig kostenfrei ist. Die OpenStreetMap-Daten darf jeder lizenzkostenfrei einsetzen und beliebig weiterverarbeiten.

In der OSM-Community arbeiten viele Personen wie bei einem Open Source Projekt an der Verbesserung und Erstellung des Kartenmaterials mit. In vielen Bereichen z.B. ÖPNV oder Radwegekarten sind die Karten wesentlich detaillierter als viele andere Anbieter. Spezialkarten wie Skiabfahrten oder Wanderreitkarten werden auf der Basis der frei zugänglichen Kartendaten von einzelnen Gruppen erstellt.

Auch auf einer Website können die Basis-Karten frei eingebunden werden. Sie stehen allerdings nur in einem Standard-Layout kostenfrei zur Verfügung. Bei der Verwendung werden keine Daten von Nutzern gesammelt und verarbeitet, also sind diese Karten datenschutzrechtlich weniger bedenklich.

https://www.openstreetmap.de/

Unser Tipp:

Bei der Verwendung von Straßenkarten auf Ihrer Internetseite sollten Sie immer überlegen, ob dieser Dienst einen wirklichen Mehrwert für Ihre Kunden darstellt. Ist dies der Fall, können auch die Karten von Google Maps eine gute Lösung sein.

Die Google Kartenlayouts sind ansprechend und die Karten lassen sich leicht einbinden. Für die normale Nutzung auf einer Webseite verursacht dieser Dienst aktuell keine Kosten. Es ist jedoch möglich, dass die Verwendung einmal kostenpflichtig wird. Ihre Kreditkartendaten müssen Sie allerdings Google anvertrauen, daran führt kein Weg vorbei.

Man kann die Google Straßenkarten natürlich auch als einfachen Link einbinden, allerdings ist die Darstellung dann nicht so elegant wie bei einer direkten Einbindung auf der Seite.

Können Sie keinen Mehrwert für Ihre Kunden feststellen, sollten Sie auf OpenStreetMap ausweichen oder ganz auf Kartendarstellungen verzichten. In Zeiten von Smartphones ist die Standortbestimmung und Navigation sowieso schon ein Kinderspiel.

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